Die Slowakei liegt im Herzen Europas und grenzt im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine, im Süden an Ungarn, im Südwesten an Österreich und im Westen an die Tschechische Republik. Trotz ihrer überschaubaren Größe zählt sie zu den landschaftlich vielfältigsten Ländern Europas.
Rund zwei Drittel des Landes werden von den Karpaten geprägt. Nur im Süden erstrecken sich weitläufige Ebenen, insbesondere im Donautiefland.
Der höchste Berg des Landes ist der Gerlachovský štít (Gerlach) mit 2.655 m, der tiefste Punkt liegt bei 94 m an der Wasserfläche des Flusses Bodrog.
Etwa 41 % der Landesfläche sind bewaldet. Neben bewirtschafteten Forsten finden sich hier auch echte Urwälder. Vorherrschend sind Laub- und Mischwälder, wobei die Rotbuche die häufigste Baumart darstellt. In höheren Lagen dominiert die Gemeine Fichte, Tanne, Lärche, Latschenkiefer und auch die Zirbenkiefer ist hier zu Hause.
Die ökologisch wertvollsten Regionen stehen unter besonderem Schutz. Die Slowakei verfügt über 9 Nationalparks:
Hohe Tatra
Niedere Tatra
Große Fatra
Kleine Fatra
Slowakisches Paradies
Slowakischer Karst
Muránska planina
Pieniny
Poloniny
Zusätzlich sind zahlreiche Gebirge als Landschaftsschutzgebiete, kleinere Areale als Naturreservate oder Naturdenkmäler ausgewiesen.
Internationale Anerkennung genießen mehrere Regionen:
UNESCO-Biosphärenreservate: Tatra, Slowakischer Karst, Poľana, Ostkarpaten
UNESCO-Weltnaturerbe: Buchen-Urwälder der Ostkarpaten und Höhlen des Slowakischen Karstes
Dank des gemäßigten Klimas und des vielfältigen geologischen Aufbaus besitzt die Slowakei eine außergewöhnlich artenreiche Flora. Von alpinen Gebirgspflanzen bis zu wärmeliebenden Arten in den südlichen Tieflagen sind alle Vegetationsstufen vertreten.
Mit zunehmender Höhe verändert sich auch die Tierwelt:
Ebenen: Fasane, Hasen, Igel, Wühlmäuse
Wälder: Wildschweine, Hirsche, Rehe, Mufflons sowie Wolf, Luchs und Braunbär
Hochgebirge: Gämse, Murmeltiere, Steinadler
Der Großteil des Landes entwässert über die Donau in das Schwarze Meer. Lediglich ein kleiner nördlicher Teil wird über Poprad und Dunajec zur Ostsee geleitet.
Beliebte Flüsse für Wassersport und Outdoor-Aktivitäten sind:
Dunajec
Hron
Hornád
Malý Dunaj (Kleine Donau)
Belá
Zu den wichtigsten Stauseen zählen:
Liptovská Mara (Váh)
Oravská priehrada (Orava)
Zemplínska šírava (Ostslowakei)
Natürliche Seen sind selten und konzentrieren sich vorwiegend auf das Tatra-Gebirge. In der Mittelslowakei entstanden zudem 24 künstliche Seen, die heute der Erholung dienen und ursprünglich dem Silberbergbau dienten.
Die Slowakei ist reich an Mineral- und Thermalquellen. Zahlreiche Kurorte, Aquaparks und Wellnesshotels nutzen die heilende Wirkung des Thermalwassers und machen das Land zu einem beliebten Ziel für Erholung und Gesundheitsurlaub.
Die Slowakei liegt in der kontinental-gemäßigten Klimazone. Während die Ebenen eher trocken und warm sind, herrscht in den Gebirgsregionen ein kühleres, niederschlagsreicheres Klima mit rasch wechselnden Wetterbedingungen.
Wärmste Region: Donautiefland
(Jahresdurchschnitt über +10 °C)
Kälteste Region: Hohe Tatra
(Jahresdurchschnitt unter −3 °C)
Temperaturrekorde:
Höchste gemessene Temperatur: 40,3 °C (2007)
Niedrigste gemessene Temperatur: −41 °C (1929)
Der wärmste Monat ist der Juli mit Durchschnittstemperaturen von über 20 °C im Süden.
Auf der Lomnitzer Spitze (2.634 m) beträgt die Julidurchschnittstemperatur lediglich 3,8 °C.
Der kälteste Monat ist der Januar:
Donautiefland: −1 bis −2 °C
Tatraregion: unter −10 °C
Im Sommer treten regelmäßig tropische Tage mit Temperaturen über 30 °C auf.
Die meisten Niederschläge fallen im Juni und Juli, die trockensten Monate sind Januar bis März.
Jährliche Niederschlagsmenge:
Donautiefland: ca. 500 mm
Hohe Tatra: bis zu 2.000 mm